Geplante Werksschließung

IG BCE solidarisiert sich mit Metallarbeitern in Karben

Das Automotive Werk von Continental in Karben soll schließen. IG BCE und Mitarbeiter des Nachbarwerkes ContiTech Techno-Chemie (TCH) solidarisieren sich mit den Betroffenen.
Es war ein Schock für die Mitarbeiter des Automotive-Werks von Continental In Karben: Bis zum Jahr 2023 wird die Produktion in dem Automobilzulieferbetrieb eingestellt. Über 1.000 Menschen droht die Arbeitslosigkeit. Die Gewerkschaft IG Metall zeigt sich entsetzt über diesen Job-Kahlschlag und organisierte bereits erste Protestaktionen. Auch die Mitarbeiter des anderen Continentalwerkes in Karben, das von der Schließung nicht betroffen ist, stehen an der Seite ihrer Kolleginnen und Kollegen.

„Wir möchten den Betroffenen unsere uneingeschränkte Solidarität aussprechen.“, erklären Peter Widera, Betriebsratsvorsitzender von ContiTech Techno-Chemie (TCH), und Tobias Hanson von der dort zuständigen IG BCE in Rhein-Main. „Viele Betroffene kennen wir persönlich“, so Widera weiter. „Da, wo Unterstützung gebraucht wird, helfen wir!“ Hilfe kommt auch von Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE und zugleich des Continental-Aufsichtsrats: „Einen schlichten Kahlschlag wird es mit uns nicht geben“, bekräftigt Grioli. „Unser Ziel ist und bleibt der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.“

IG Metall

Die IG BCE solidarisiert sich mit den Kolleginnen und Kollegen bei Conti! Aufruf zur gemeinsamen Demonstration in Frankfurt am 23.09.2020

Continental hat angekündigt, im Rahmen eines sogenannten „Strukturprogramms“ bis 2023 eine Milliarde Euro einsparen zu wollen. Rund 30.000 Arbeitsplätze, davon 13.000 in Deutschland, wurden deswegen zur Disposition gestellt, darunter die rund 1.100 des Automotive-Werkes in Karben. Nicht betroffen von dem geplanten Jobabbau ist dagegen das Werk ContiTech Techno-Chemie (TCH). Dort arbeiten gut 700 Menschen in der chemischen Industrie. Bereits 2017 hatte es bei TCH Pläne für einen umfangreichen Stellenabbau gegeben. Betriebsrat und IG BCE hatten damals hart verhandelt, um dies zu verhindern. So konnte ein längerfristiges Beschäftigungssicherungskonzept vereinbart werden, das die TCH-Mitarbeiter auch vor den aktuellen Stellenstreichungsplänen von Continental schützt.

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