Polytec will Idsteiner Standort schießen

Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!

Die Polytec Group will mal wieder einen Standort schließen. Dieses Mal soll es  die Polytec Plastics in Idstein mit ihren 143 Mitarbeitern  treffen. Doch laut dem Betriebsrat ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen.

 „Dieser Arbeitgeber ist leider völlig unberechenbar, wir rechnen deshalb grundsätzlich immer mit allem“, sagt der Betriebsrats-Vorsitzende Hans-Jürgen Wettig. Innerhalb der vergangenen Jahre sind europaweit bereits etliche Standorte des Automobilzulieferers geschlossen worden, zuletzt erst zum 30. Juni 2020 im baden-württembergischen Rastatt. In einem weiteren Standort in den Niederlanden wird die Schließung gerade abgewickelt. In Idstein, wo thermoplastischer Kunststoff hergestellt wird,  sollen nach den Wünschen des Arbeitgebers die Tore am 31. Dezember dieses Jahres endgültig schließen.

Rainer Sturm/pixelio

Geplante Schließung Polytec Idstein Der BR spricht sich gegen die geplante Schließung von Polytec in Idstein aus

Dem Betriebsrat ist bislang nicht viel mitgeteilt worden. „Wir wurden über die vermeintliche wirtschaftliche Lage informiert und dass wir in Verhandlungen über einen Interessensausgleich sowie Sozialplan eintreten sollen.“ Derzeit ist der Betriebsrat noch dabei, sich zu informieren, zu analysieren – und verängstigte Mitarbeiter zu beruhigen. Zwar könnte zumindest ein Teil von ihnen bei einer möglichen Schließung in einen anderen Standort der Polytec Group wechseln, die Bereitschaft hierzu ist laut dem Betriebsratsvorsitzenden jedoch generell gering. „Bislang hat noch keiner dieses Angebot angenommen.“ Konkret werde es erst in den kommenden Wochen werden, berichtet Wettig weiter. Dann werde der neunköpfige Betriebsrat in die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber eintreten und dessen Plänen entgegensteuern.

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