Chemie-Tarifrunde

Arbeitnehmer protestieren in Wiesbaden

Etwa 150 Arbeitnehmer haben am heutigen Montag an einer Kundgebung im Wiesbadener Industriepark Kalle-Albert lautstark die Forderung der IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) in den laufenden Tarifverhandlungen für die chemische Industrie unterstützt und das Verhalten der Arbeitgeber kritisiert. Arif Ulusoy, Betriebsratsvorsitzender bei Mitsubishi Polyester Film machte in seiner Ansprache klar, dass die Forderung der IG BCE angesichts der wirtschaftlichen Lage mehr als gerechtfertigt ist. „Die Arbeitgeber rechnen sich schlecht“, stellte sein Kollege von SE Tylose, Jürgen Denich, fest. 

IG BCE

Heute waren die Arbeitnehmer auf der Straße für mehr Geld! Arbeitnehmer protestieren für mehr Geld

Die Vorsitzende des Bezirksjugendausschusses, Vanessa Pruß, monierte die Ausbildungs-Situation in den Betrieben. Es werde immer noch viel zu wenig ausgebildet, sagte sie. Unverständlich sei auch, wenn die jungen Menschen nach der Ausbildung trotz Bedarfs nicht übernommen würden.
Die bundesweiten Tarifverhandlungen werden kommende Woche (19./20. September) in Wiesbaden fortgesetzt. Betroffen sind 580 000 Beschäftigte in der chemischen Industrie, unter ihnen etwa 95 000 Menschen in Hessen. Bei dem letzten Treffen Anfang September hatte die Arbeitgeberseite kein substanzielles Angebot vorgelegt.

Die IG BCE ist mit 680 000 Mitgliedern die drittgrößte Gewerkschaft Deutschlands. Sie kümmert sich um Menschen, die in folgenden Branchen arbeiten: Bergbau, Chemie, Energie, Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoff, Leder, Mineralöl/Gas, Papier sowie Sanierung/Entsorgung.

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